Donnerstag, 6. April 2017

Diätfrei - Zurück zum Ursprung

Kennt ihr das?
Auf einer abschüssigen Wiese liegen und sich runterzurrollen?
Ach wie war das herrlich und lustig. Weniger lustig war die Standpauke danach von Mama, weil ich wieder überall Grasflecken an der guten Kleidung hatte.
Heute wasche ich meine Wäsche selber und es gibt keinen, der mich diesbezüglich maßregeln könnte. Also rauf auf den Hang und runtergerollt.





Ich weiß nicht … irgendwie fühlt sich das nicht mehr so leicht an. Jedes Mal wenn meine Schulter den Boden berührte machte ich „Au“. Früher gab’s nur lachen, aufstehen, wieder hinauf hetzen, hinlegen, runterrollen und nochmal und nochmal und nochmal. 
Heute ist das irgendwie anders. Man ist viel größer geworden, der Boden dadurch viel zu weit unten, sodass das Aufstehen etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Und schwerer bin ich auch, daher ist der Druck auf den Schulter stärker.

Vielleicht muss man sich doch damit abfinden, dass man nicht mehr wie ein Kind fühlen und handeln kann.

Doch mein Kind in mir will wieder raus, es will wieder spielen. Also muss ich nur mit meinem Körper etwas anstellen um wieder ähnliche Voraussetzungen zu schaffen.

Mein Plan: 

Punkt 1 - Sport, um wieder beweglicher zu werden. 
Punkt 2 - stretchen um wieder geschmeidiger zu werden 
Punkt 3 - so zu Essen, damit mein Körper wieder genug Energie hat. 

Bei diesen 3 Punkten darf mir das innere Kind behilflich sein, wenn es wieder spielen will. 

Zu Punkt 1 - Sport

Als Kind war ich am liebsten im Wasser. - Also Schwimmen wäre dann mein Wohlfühlsport.
In der Schule war ich im Zirkeltraining die Beste. - Somit habe ich zusätzlich den Kraftsport gewählt.
Doch um den Kopf frei zu bekommen habe ich letztes Jahr auch noch *das Laufen entdeckt*
Den Schweinehund, der mir den Sport lange Zeit vermieste, habe ich in die Wüste geschickt. Der braucht mir gar nicht mehr nach Hause kommen.
Als Kind besaß man ja auch keinen Schweinehund. Wenn man mal nicht mochte, dann nur, weil man zu müde war und der Körper Ruhe brauchte.
Kinder leben noch intuitiv und machen somit alles richtig. 

Zu Punkt 2 - Streching 

Stretchen kann man auch beim Fernsehen. Ich strecke mich übrigens auch mehrmals in der Arbeit beim Schreibtisch. Ich mache das schon unbewusst und wurde gar nicht dabei komisch angeschaut. Probiert es einfach aus und wenn jemand lacht, einfach zurück lächeln. Damit kommen Heuchler gar nicht klar. 😉

Zu Punkt 3 - Essen 

Ich fand ein Buch über intuitives Essen. Es heißt auf Deutsch fälschlicherweise Intuitives Abnehmen. Diese Art der Nahrungsaufnahme wollte ich wieder erlernen, denn das konnten wir bereits als Baby und das ist das einzig richtige, denn wir handelten damals noch intuitiv. Die Ewig-Schlanken-Personen handeln ebenfalls intuitiv und bemerken es gar nicht. Sie sind oft der Meinung eine bessere Verbrennung als andere zu haben. Die Verbrennung findet bei jedem Menschen verschieden statt, das ist schon richtig, doch der Körper verlangt auch nur nach soviel Lebensmitteln wie er verbrennen kann, wenn wir nur besser hinhören würden.

In meiner Kindheit war ich aufgrund einer Krankheit unterernährt und meine Mutter setzte alles daran, dass ich genug aß. Ich musste den Teller leeressen und durfte keine Schokolade essen, bevor ich nicht auf dem Klo war. Der Grund, die Haushaltsschokolade (die Einzige die wir im Haus hatten) verursachte bei mir Verstopfung und Nüsse, die mir für meinen Stoffwechsel gutgetan hätten und ich auch gerne gehabt hätte, gab es bei uns zu Hause nicht, da sie für meine Mutter zu teuer waren. (Nebenbei erwähnt, meine Mutter lebte in ständiger Existenzangst.)

Wenn ich richtig krank war, dann fragte meine Mutter was ich haben möchte, damit ich überhaupt etwas esse. Ich hatte damals eine chronische Harnwegsentzündung und bei extremen Bauchschmerzen hatte ich Appetit auf Zwiebel. Erst im erwachsenen Alter erfuhr ich, dass eine Zwiebel gut bei Unterleibsbeschwerden ist.
So behielt ich immer die Fähigkeit das Richtige zu essen, wenn ich krank war und die restlichen natürlichen Gelüste habe ich verlernt, da ich nur noch auf die Ernährungswissenschaften und Diät-Studien hörte. 

Ich aß auch, wenn ich nicht Hunger hatte, denn um 12:00 Uhr wurde zu Hause gegessen und wie schon gesagt, der Teller musste leergegessen werden, somit habe ich mein Sättigungsgefühl verlernt. Erst wenn man so richtig (fast schon unangenehm) voll war hieß es, man ist satt.
Nur gut, dass ich Sport liebte, so blieb ich doch noch eine schlanke Jugendliche.

Erst ab der Lehre ging es bei mir mit dem Übergewicht los. Meine Diätlaufbahn habe ich schon in einem Artikel *hier* beschrieben. 

Durch das Buch habe ich gelernt, dass Schokolade und Co nichts Böses ist.
Ich durfte plötzlich wieder alles essen was ich wollte und kaufte mir sofort Haselnusscreme und verschlang sie bis zum abwinken. Das Problem, ich erkannte meine Sättigung noch nicht und somit war so ein Glas innerhalb von 2 Mahlzeiten geleert. Natürlich nahm ich zu. Ich probierte es trotzdem weiter, da es in diesem Buch auch heißt, dass man mit Gewichtszunahme rechnen muss, da sich der Stoffwechsel erst einstellen muss. Hinzukommt, dass man anfangs immer noch die Diätmentalität im Kopf hat. Plötzlich war ich doch schon deutlich über der 90kg – Marke und das erschreckt mich sehr.

Das Buch zeigt auf wie gut es ist auf seinen Körper zu hören, doch ist ein Buch immer sehr global und kann mir einzelne Fragen nicht beantworten. Außerdem kann man – finde ich – mit einem Buch nicht Schritt für Schritt durch diese Lernzeit gehen. Man liest es und versucht dem Gelesenen nachzueifern. Doch vergisst man immer wieder wichtige Punkte und weiß auch nicht mehr wo man nachlesen sollte und so habe ich mich entschieden mir Hilfe zu holen.

In der Sendung „Die Höhle der Löwen“ im September 2016 stellten 2 junge Leute - Mareike Awe und Marc Reinbach-  ihr Unternehmen vor. Sie helfen Menschen unter www.intueat.de sich wieder intuitiv zu ernähren.
Das heißt, ohne Verzicht auf ein Lebensmittel kann man sein Wohlfühlgewicht erlangen. Damit ist gemeint, dass man sich mit seinem Gewicht wohlfühlt, da man wieder Energie hat und der Körper gesund ist.   

Genau das, was ich mir schon immer wünschte. Keine Hungerhakenfigur, sodass ich krank aussehen würde, sondern schon noch kurvig wie ich mich gerne sehe, aber doch eben schlanker, sodass ich mich wieder wohl in meiner Haut fühle und wieder energievoller und leichtfüßiger laufen kann.

Ich probierte es noch bis zum Jahresende alleine. Ich hatte es zwar schon geschafft, Süßigkeiten & Co nicht mehr als Feinde zu betrachten, doch dann trat ich auf der Stelle und meldet mich bei www.intueat.de an.







Kurz zur Erklärung. Ich bin ein Hobby-Blogger und lebe nicht von Werbung. Wenn ich einen Link reinstelle, dann nur weil ich davon überzeugt bin und ich niemanden vorenthalten möchte, dass es die Möglichkeit gibt sich Hilfe zu holen.


Die Teilnehmer dieses Programms treffen sich in einer FB-Gruppe eigens für Intueat-Teilnehmer und dort bekommt man mit, dass es viele gibt, die durch dieses Programm schnell abnehmen und auch einige, bei denen es nicht so schnell klappt. Aber ich finde das auch gut so. Denn jeder Körper ist einmal anders. Wir sind zum Glück noch keine Klone. Ich gehöre zu denen, bei denen die Kilos nicht so schnell purzeln, aber dafür habe ich andere viel wichtigere Veränderungen an mir festgestellt.
Ich habe wieder viel mehr Energie und meine Fingernägel sind auch wieder gesund.
Ich habe gelernt mit meinem Körper zu kommunizieren. Ich weiß nun, wann ich wirklichen Hunger habe und was mein Körper verlangt um genug Energie zu bekommen.
Ich schlafe schnell ein und vor allem durch und bin am nächsten Tag ausgeschlafen, sodass sich auch noch ein Spaziergang ausgeht, bevor ich zur Arbeit fahre.
Übrigens Frühstück ist überbewertet. Ich habe morgens nicht gleich Hunger. Ich trinke ein Glas Wasser und erst bei der Arbeit kommt bei mir der Hunger und da esse ich dann ein Brot und bin danach voll aktiv und konzentriert bei der Arbeit.

Es gibt keine falschen Tageszeiten der Nahrungsaufnahme. Der einzige richtige Zeitpunkt ist es bei körperlichem Hunger zu essen und bei Sättigung aufzuhören. Eigentlich ganz banal, aber doch nicht ganz einfach.

LG
Edith

P.S.: Übrigens es gibt eine *neue FB-Gruppe von intueat*, wo jeder dazukommen und seine Fragen stellen kann und sich somit Tipps vom intueat-Team und den Teilnehmern holen können. Kostenlos und ohne Zwang und Aufforderung beim Programm mitzumachen.

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