Dienstag, 7. Juni 2016

SZGZ - Die Umprogrammierung von Schlechte Zeiten in Gute Zeiten

 
 

SCHLECHTE ZEITEN


Wenn es heißt: „Erzähl mir etwas Schönes aus deinem Leben!“ Wird erst lange nachgedacht.
Hingegen wenn ich frage: “Ist dir schon einmal etwas Schlimmes passiert im Leben?“, haben die Meisten gleich eine Geschichte parat.

Leider ist es so, dass die vielen guten Sachen vergessen werden und die bösen Dinge präsent bleiben. Bei mir ist es mittlerweile schon umgekehrt. Ich habe mich umprogrammiert.


Kennt ihr die Hiobsbotschaft? Hiob kennen sicher einige aus der Bibel und er hatte immer Unheil vorausgesagt. Und wenn es dann eingetroffen ist, dann sprach er: „Ich habe es kommen sehen.“ Daher spricht man von der Hiobsbotschaft, wenn Unheil eintrifft das man schon vermutet hat. Leider wissen viel nicht, dass es passiert, weil der Gedanke daran vorher schon existierte.
So ist es auch, wie viele unachtsam bemerken: „Ich ziehe das Unheil an“ und sich dann wundern warum sie es im Leben immer so schwer haben.

Für die guten Vorhersagen ist mir kein Name bekannt. (Wenn jemand einen weiß, dann schreibt ihn mir bitte in den Kommentar.) Auch habe ich noch nie jemanden sagen hören: „Ich ziehe das Gute an.“ Es gibt viel mehr Menschen, die sich eher als „Pechvogel“ bezeichnen als welche, die von einem „Glückspilz“ über sich sprechen.

 

   GUTE ZEITEN


Mein größtes Glück war, dass ich in einem mega-Tief gelandet bin und dadurch gelernt habe, dass es möglich ist das Leben um 180° zu wenden. Ich habe meine Denkweise umprogrammiert. Ich hatte mich nur mehr auf die guten Dinge konzentriert. Daher gab’s für mich keinerlei Nachrichten (TV, Radio, Zeitung, Internet, …) und habe mit einer Wunschliste begonnen, denn Wünsche sind etwas Gutes. Da geht es um alles was wir wollen. Dabei muss man darauf achten, dass es etwas ist, das man sich auch wirklich wünscht und mit deren Konsequenzen man leben möchte.
Ich habe mir dazu ein großes, dickes, mit leeren Seiten gebundenes Buch zugelegt in dem ich meine Wünsche aufliste. 


Man kann auch ein Gästebuch oder ein Poesiealbum verwenden. Hauptsache man nimmt es gerne zur Hand. Sowie ich Meines 2-3x im Jahr zu Hand nehme und alles abhake, was ich schon bekommen habe, bzw. sich der Wunsch in der Zwischenzeit geändert hatte oder ich es doch nicht mehr haben möchte. Es macht Spaß, wenn man immer wieder einiges abhakt und neue Wünsche hinzufügt.

Diese Wunschliste beinhaltet jeden kleinsten und auch größten Wunsch. Also vom Kugelschreiber bis zum High-Tech-Gerät.
Auch ein Auto oder Haus darf in dieser Wunschliste vorkommen. Also auch wirklich große Träume. 

Die Wünsche dürfen auch emotional sein, wie Gesundheit, Partnerschaft, Berufswunsch, … alles was einem einfällt. Nur nicht geizen. Je mehr darin steht, desto mehr kann abgehakt werden. Daher auch der Kugelschreiber. Man soll sich über jeden Erhalt freuen können und das tut man nochmals, wenn man ihn abhaken darf. Denn sobald man Freude empfindet, strahlt man diese aus und zieht dadurch weitere Wunscherfüllungen an.

Jetzt meinen wahrscheinlich einige von euch: „Na gut, den Kugelschreiber kann ich mir ja selber kaufen, den brauche ich doch nicht ins Wunschbuch eintragen.“
Doch! Es kann sich, bei diesem Wunsch um einen Stift handeln, der besonders gut in der Hand liegt, aber den ihr nicht so leicht findet. Oder man wünscht sich ein Markenfüllhalter oder -kugelschreiber, den man sich nicht leisten mag.

Ich hatte einen solchen Wunsch. Mir gefiel ein besonders edler Stift meines Kollegen und war mir zu geizig einen Solchen zu kaufen. Zu Weihnachten kamen Vertreter von den verschiedensten Transportunternehmen, die wir unter Vertrag hatten und brachten Geschenke, darunter befand sich ein edler Marken-Stift sogar mit meinen Namen eingraviert. Also besser als der von meinen Kollegen. Es kommt meist besser als man denkt!


Das Einzige was ich kritisierte. Er lag nicht so gut in der Hand. Doch das hatte ich bei der Wunschbestellung auch nicht beachtet, da muss man schon genauer sein. Da er aber so edel war, bekam er eine besondere Aufgabe. Mit diesem Stift werden meine Wünsche ins Buch eingetragen und abgehakt.

Jahre später fing ich an ein Buch über mein Leben zu schreiben und da ich meine Erstversion gerne mit der Hand schreibe, benötigte ich einen Kugelschreiber, der gut in der Hand liegt. Wieder kam Weihnachten und wieder kamen Vertreter und brachten Kugelschreiber und da war einer dabei, den lasse ich nicht mehr los. Und es kommt ja -wie vorhin schon erwähnt- meist besser als man denkt, da mir doch glatt eine Kollegin 10 rote Minen für diese Kugelschreiber schenkte. Es handelte sich um eine Fehlbestellung und diese war schon so lange her, sodass sie nichts mehr retournieren konnte.  Auch wenn die Farbe nicht ganz passend war, Hauptsache ich konnte ohne Muskelkrampf schnell an meinem Buch weiterschreiben.

Es kann auch sein, dass man ein Wunschobjekt nicht geschenkt bekommt, doch plötzlich befindet es sich in einer supertollen Aktion, wo man zuschlagen muss, sowie es mir mit meinem Crosstrainer ergangen ist.

Oder es gibt etwas, das du noch aus deiner Vergangenheit kennst, aber nirgends mehr zu kaufen findest. Notieren. Auch diese Türe wird sich öffnen. Entweder findest du es auf einem Flohmarkt oder in einem Geschäft wird es als Ladenhüter rausgeschmissen oder es wird sogar wieder ins Sortiment aufgenommen und neu produziert, wie es schon so oft bei Mode der Fall war.

Also schreibe dir all deine Wünsche auf! Auch die kleinen Dinge damit du mehr zum Abhaken und zum Freuen hast, denn dadurch gehen auch die großen Träume in Erfüllung es dürfen auch Geldbeträge sein. Ja. Warum nicht? Und bedenke: schreibe immer positiv. Wenn du dir Gesundheit wünschst, dann tu das auch genauso und wünsche dir nicht „Keine Krankheit“ Wünsche also immer positiv Formulieren.

Konzentriere dich auf die Sachen die du haben willst und nicht auf das was du nicht haben willst.

Dein Unterbewusstes versteht keinen Sarkasmus und das Wort „nicht“ wird ignoriert. In meinem allerersten Post, den du *hier* nochmals nachlesen kannst, habe ich erklärt warum eine positive Formulierung wichtig ist.

Wichtig ist auch: Vergiß nicht, dich zu bedanken!  

So hatte das Umprogrammieren meiner Denkweise begonnen. 
Als ich damals - in meiner schlechten Zeit - ein Cent-Stück auf der Straße fand freute ich mich sehr darüber und bedankte mich innerlich dafür. Ich behielt ihn eine Weile als Glückscent und als ich ihn ausgeben musste, da ich damals jeden Cent benötigte, schickte ich ihn mit Freuden auf reisen und wünschte mir dabei, dass er  auch anderen Glück bringen soll. Ob ihr es glaubt oder nicht, bei der nächsten Münze, die ich gefunden habe, handelte es sich um 1 Euro. Natürlich war die Freude noch größer und zog weitere Geschenke an. 

Deswegen seit immer Dankbar, wenn Euch etwas gegeben wird. Das sollten wir als Kinder schon gelernt haben und spätestens jetzt wisst ihr den Grund. Es hat nicht nur mit Benehmen, sondern auch mit Wertschätzung zu tun. 




Bei den Geldwünschen können wir nochmals detaillierter werden um sich besser auf den Erhalt zu konzentrieren.


 

  SCHLECHTE ZEITEN


Wie war es denn bis jetzt?

Der Eine oder Andere hatte sicherlich schon mal ein Haushaltsbuch geführt oder einen Haushaltsplan erstellt.

Da wurde aufgelistet: Gehalt, Familienbeihilfe als Einkommen und sonst gab es nur noch Ausgaben wie Miete, Gas, Strom, Telefon, Versicherung, usw. Es hatte bestimmt niemand die Einladung zum Kaffee als Einkommen gelistet, aber als Ausgabe, wenn man selbst eine Einladung ausgesprochen hatte, wurde es sehr wohl in der Aufstellung vermerkt.

Diese Haushaltsliste dient zur Kontrolle der Ausgaben, was ja schon mal gut ist um den Überblick nicht zu verlieren und somit nicht in eine Schuldenfalle zu tappen. Doch was wir zusätzlich damit machen, ist uns auf die Ausgaben zu konzentrieren und zwar NUR auf die Ausgaben. Wir konzentrieren uns zu sehr, auf das was wir vermeiden wollen. Daher zeige ich Euch nun eine Version, die neben dem 1/2jährlichen Haushaltsplan zusätzlich geführt werden soll.


GUTE ZEITEN


Diese Version habe ich in einem Geldkurs von Uta Nimsgarn gelernt.

Sowie eine Wunschliste, ist auch ein Einnahmen-Buch ratsam zu führen. Entweder du nimmst dir ein hübsches, kleines Notizbuch wo du mit jedem Monat eine neue Seite beginnst oder du nimmst dir deinen Kalender zur Hand, den du wahrscheinlich ohnehin immer bei dir hast. Damit ist aber bitte nicht der Kalender im Handy gemeint. Denn sollte dein Handy mal weg oder kaputt sein, dann sind auch deine ganzen tollen Eintragungen weg und das wollen wir ja nicht.


Und nun notiere dir immer all deine Einnahmen.

Darunter versteht man das Gehalt und bei Selbständigen das Einkommen.

Hinzu kommen auch noch Gutscheine, die man von Freunden oder aus der Zeitung als Werbung bekommt und einlöst, die Rabatte die auf der Rechnung abgezogen werden und auch der Cent der auf der Straße gefunden wurde. All das zählt zum Einkommen. Auch wenn du auf einen Kaffee eingeladen wirst oder du etwas geschenkt bekommst wie ein Buch oder Schokolade oder sonst etwas, dann schätze den Wert und notiere ihn ebenfalls.

Am Ende des Monats werden die Beträge addiert und die Summe richtig dick und fett hingeschrieben. Somit macht man sich bewusst, wieviel man eigentlich alles an Wert im Monat einnimmt.

Aus diesem Grund bevorzuge ich das Notizbuch. Denn da ist die Übersicht besser und ich freue mich jedes Mal das schöne Buch in die Hand zu nehmen und wieder einen Eingang zu vermerken. So kann ich mich für geschenkte Sachen 3x sooft freuen. Einmal wenn ich es erhalte, das 2.x, wenn ich es eintrage und ein 3.x wenn ich am Monatsende die Beträge zusammenzählen darf.

Mit diesem Buch konzentriert man sich nur auf die Einnahmen und somit entwickelt man damit ein Gefühl der Freude und Dankbarkeit und zieht damit weitere Einnahmen an.

Als ich von diesem Buch eines Morgens las, war ich sofort begeistert, da es ja sowas wie mein Wunschbuch ist, nur mit dem Unterschied, dass ich die Dinge erst nach Erhalt eintrage. So habe ich mir sofort ein Notizbuch gesucht und überlegt, was ich in diesem Monat schon alles bekommen habe. Bis auf mein Gehalt ist mir in der Schnelligkeit nichts eingefallen und so ging ich zum weiteren Tagesgeschehen über.  Am Nachmittag kam dann die Überraschung. Ich erhielt einen Goldring mit 13 Edelsteinen von meiner Nachbarin geschenkt, da sie wollte, dass ich ein Andenken an sie habe, wenn sie mal nicht mehr sein sollte. Dieses Gefühl, das ich da empfand, kann ich gar nicht mit einem Wort beschreiben.

Ich freute mich gleich 5x. 

Das 1.x weil sie mich so sehr mag, dass sie daran dachte mir etwas zu hinterlassen,
das 2.x weil es ein Ring war, den ich schon mal vor langer Zeit an ihr bewundert hatte
das 3.x weil das Konzentrieren an Eingänge funktioniert
das 4.x weil ich es gleich in mein Notizbuch eintragen durfte und
das 5.x weil ich es zur Endsumme addieren durfte.

All diese Schwingungen der Freude ziehen weitere Einnahme in welcher Höhe und welcher Form auch immer an und ich freu mich schon darauf.

Da fällt mir gerade ein, dass wir eine Gutschrift auf dem Konto erhalten haben, da wir eine Ratenzahlung schon seit 2 Monaten einstellen hätten können.

Also probiert es aus. Führt ein Wunsch- und ein Einnahmenbuch. Es lohnt sich. Oft erfüllt sich ein Wunsch, wenn man gar nicht damit rechnet.

Eure Edith

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