Freitag, 17. Juni 2016

Der Zeitmillionär



Die Inspiration

Ich sehe mir gerne Sendungen an, wo Millionäre zeigen wie sie zu Ihrem Reichtum kamen und damit leben. Dabei hege ich keinen Neid, sondern freue mich darüber, was diese Menschen erreicht haben und ich finde es schön, dass sie das Geld in vollen Zügen genießen. Auch wenn jemand reich eingeheiratet hat, finde ich das schön und Lottomillionäre haben es genauso verdient reich zu sein.

Einer dieser Millionäre, blieb mir in Erinnerung. Er betitelte sich selbst  als „Zeitmillionär“

Seine Hobbies: Reisen und Antiquitäten. Eine Kombination, die sich gut miteinander vereinbaren lässt. Seine Aussage: „Ich habe viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens.“  Er liebt Antiquitäten und besorgt diese auch gerne für Freunde und Bekannte und deren Freunde und Bekannte. Mit all den schönen Stücken verdient er auch noch Geld und das nicht zu knapp.
Er behauptet von sich aus - nicht zu arbeiten, doch wenn man genauer hinsieht ist er ein Antiquitätenhändler, nur dass es für ihn kein Geschäft sondern ein Hobby ist.  
Nebenbei erwähnt: Er ist nicht nur Zeitmillionär, sondern auch zehnfacher Dollarmillionär, doch das ist für ihn nur ein positiver Nebeneffekt. Was zählt sind die Antiquitäten für die er lebt und er freut sich, dass er so viel Zeit hat um sich damit zu beschäftigen, daher bezeichnet er sich selbst gerne als „Zeitmillionär“.
Dieser Mensch wurde zu meinem Vorbild.


Auch ich strebe es an ein Zeitmillionär zu werden und habe auch schon damit begonnen.

Ich informiere Euch immer wieder wenn es mir gelungen ist wieder Zeit einzusparen.
Wie z.B. was das Thema Schrankraum bzw. den Kleiderschrank betrifft. Sobald vieles unnötiges Zeugs weg ist und der Rest übersichtlich platziert werden kann, hat man viel Zeit gespart da es kein langes Suchen mehr gibt.

Ich bin auch ein Zeitsparer in meiner Arbeit. Ich weiß man kann es auch wegrationalisieren nennen und stoße daher sicher auch auf etwas Gegenwehr. Doch wenn man Stress hat und weiß, dass einem keine Hilfe zur Seite gestellt wird, dann muss man Maßnahmen treffen bevor man ausgebrannt ist und für lange Zeit gar nicht mehr zur Arbeit kann.

Bei mir war der große Zeitfresser zuerst eine Systemumstellung, die nicht so verlaufen ist wie erwartet. Die Kollegen, die sich die Umstellung zur Aufgaben machten, wollten jede Möglichkeit des Systems ausschöpfen. Auch diese, die bis dato noch nie in diversen Abteilungen gepflegt wurden und  haben uns damit eine zusätzliche Arbeit beschert ohne das Ausmaß an Zeitaufwand zu erahnen.
Erraten ich war in einer dieser Abteilungen mit mehr Arbeits- und somit auch mehr Zeitaufwand, obwohl Erleichterung für alle versprochen wurde. Ich war mit den Nerven am Ende, da kein Tag ohne Überstunden verging. Ich hatte Angst vor meinem Sommerurlaub. Diesen konnte ich dann gar nicht genießen, da ich nur daran dachte, wieviel Arbeit bei der Rückkehr auf mich warten würde. Es war schlimmer als erwartet. Nach nur 1 Woche Urlaub machte ich über 3 Wochen lang doppelt so viele Überstunden als davor. Es musste sich etwas ändern, da die Projektleitung meinen Einwand nicht verstand musste ich eine Instanz weitergehen und dort wurde eine Besprechung einberufen, die das Problem endlich abschaffte. Es stellte sich heraus, dass diese Zusatzarbeit keinen tatsächlichen Nutzen für das Unternehmen hatte und nun wurden wir User endlich erhört. Es gab regelmäßige Besprechungen, wo uns weitere Erleichterungen des neuen Verwaltungsprogramms gezeigt wurden und wir durften auch Forderungen stellen, sodass einige Sachen umprogrammiert wurden.

Schon vor diesem Programmwechsel hatte ich viele Listen, die ich von meiner Vorgängerin übernahm in Excel Sheet mit Filtern und Makros eingerichtet um etwas schneller zu werden.
Die Erstellung von solchen Listen ist ev. zeitaufwändig, aber aufs Jahr gerechnet, rentiert es sich.
Manche Listen fielen durch das neue Verwaltungsprogramm später weg und das brachte eine weitere Erleichterung.
Genauso habe ich geprüft ob eventuelle Doppelarbeiten im Betrieb verrichtet werden und bemerkte, dass jemand in einem Punkt eine bessere Aufstellung führt als ich und lies somit die meine fallen.

Durch das neue System wurde eine Urlaubsvertretung zur Pflicht, das anfangs noch nicht so funktionierte, sodass vor und nach einem Urlaub wieder Überstunden anfielen und teilte aus diesem Grund meinen Urlaub in 2 x 1 Woche auf.

Seit heuer habe ich auch eine Urlaubsvertretung für einen kleinen Teil meiner Arbeit. Dadurch fällt Druck ab und keine weiteren Überstunden mehr an. Zumindest nicht nach einer Woche.
Mal sehen wie es im Sommer wird, wo ich 2 Wochen am Stück auf Urlaub gehe. Ein paar Überstunden darf ich ansammeln um auch mal in Zeitausgleich gehen zu können. ;-)

Letzten Herbst haben mein Vorgesetzter und ich ein weiteres Projekt in Angriff genommen, das mir weitere 2 Stunden die Woche schenkte. Das war dann der Startschuss endlich meine Überstunden abbauen zu können.
Zur Vorweihnachtszeit hatte ich Zeit die Inventurliste so zu kreieren, dass es mit dem neuen System eine Schnittstelle hat und somit die Bewertung teilweise automatisch lief.
Alleine diese Schnittstelle erspart Zeit. Wofür ich früher 3-4 Nachmittage verbrachte war ich diesmal in 3-4 Stunden fertig und da waren noch einige Einstellungen vorzunehmen, die beim nächsten Mal wegfallen.
Später irgendwann wird die Inventur auch über das neue System laufen und somit noch schneller zu handhaben sein.




Der Erfolg 

Mein 1. Schritt zum Zeitmillionär war somit getan. Ich konnte 3,5 Stunde die Woche einsparen. So konnte ich zu meiner Erleichterung einen Teilzeitjob annehmen, ohne meinen Arbeitsplatz wechseln zu müssen.

Natürlich wird es auch Kritiker geben, die meinen ich mache somit auch den Arbeitsplatz von anderen kaputt. Denn wenn ich Zeit in meinen Bereich einsparen konnte, dann muss es doch auch bei den Kollegen mit derselben Tätigkeit möglich sein. Es ist auch schon geplant, dass ich die Schnittstelle für die Inventurbewertung in den anderen Abteilungen einrichte. Nur handelt es sich hierbei um eine Arbeit, die nur 1x im Jahr totalen Stress verursacht und somit Erleichterung für alle Beteiligten bringt ohne, dass dies ihre generelle Arbeitszeit gefährdet.

Man kann sich auch schon etwas Zeit schaffen, indem man seinen Arbeitsplatz optimal einrichtet und Miniarbeiten, die keinen Nutzen zeigen abschafft. Es gibt sie, die nutzlosen Arbeiten. Auch wenn sie Spaß machen. Weg damit! Denn Freizeit macht mehr Spaß.

Eure
Edith

Kommentare:

  1. Schöner Blogbeitrag! Ich freue mich eben auch immer, wenn ich Geschichten höre oder lese von Menschen, die etwas bestimmtes in ihrem Leben erreicht haben. Deine Bemühungen waren also ein voller Erfolg, das ist wirklich sehr ermutigend. Es gibt immer wieder Aufgaben und Hindernisse im Leben, die einem unüberwindbar vorkommen. Du kannst richtig stolz auf dich sein. Danke für diesen großartigen Beitrag.

    Lieben Gruß
    Gina

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    1. Hallo Gina,
      danke für deine schönen Worte.
      Ja, ich bin stolz und noch wichtiger glücklich. Jetzt habe ich die Freizeit die ich mir schon so lange wünschte.
      Auch nach meinem 2wöchigen Urlaub brauchte ich gerade mal 1-2 Überstunden trotz Teilzeit.
      LG
      Edith

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