Dienstag, 10. Juli 2018

Facebook gibt es nicht mehr.


 
 
Hallo lieber Leser,

was soll ich sagen, jetzt schreibe ich doch wieder. Doch es wird nicht regelmäßig sein. Ich mache mir überhaupt keinen Druck mehr.

Es ist nur so, dass ich mir überhaupt keine Gedanken mehr machen möchte, was ich noch alles für Beiträge posten könnte und was Euch interessieren könnte, sondern ich schreibe jetzt nur noch nach Gefühl.

Heißt wenn ich das Bedürfnis habe zu schreiben, dann tu ich das, auch wenn es dann nach bla bla bla klingt.

Es wird auch nicht mehr Korrektur gelesen. Sei es Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Solltet ihr Fehler entdecken, dann dürft ihr sie Euch gerne behalten. Ich lege den Perfektionismus ab und werde wieder schlampig, sowie ich es als Teenager war. Das war vielleicht eine geile Zeit. Damals gab es noch gar kein Internet. Mann musste sich noch live mit den Leuten treffen um sich auszutauschen. Wenn es Fotos gab, dann brachte man sie mit einem Album mit, wenn nicht, dann musste man das Gesehene in Worten beschreiben und das Gegenüber musste seine Fantasie anregen um das Beschriebene vor Augen zu sehen. War das spannend. Es gab sooo viel zu erzählen, wenn man sich wieder zufällig traf. (Handy gab‘s ja nicht) Man sprach über Erlebnisse und interessierte sich nicht ob ein Promi nun den neuesten Modetrend nachgeht. Modetrend? Denn erfuhr man nur aus den Versandkatalogen oder Zeitschriften, die man gemütlich auf der Couch durchblätterte.

Später mit dem Internet veränderte sich plötzlich die Welt. Vieles wurde schneller, da man schneller zu Antworten kam. Suchmaschinen halfen einem dabei. Zeitschriften entdeckten diese Plattform für sich und als dann später auch das Internet in den privaten Haushalten Einzug hielt wurden wir von Informationen überschwemmt. Wenn man sich mal traf, (Handy hatten nur 0,5% der Freunde) dann sprach man davon, was man nicht alles im Internet entdeckt hatte.

Mir reichte es einen e-mail-account zu haben, denn der wurde immer wichtiger in Sachen Jobsuche. Es gab dann schon viele Anzeigen, wo keine Anschrift, sondern nur mehr eine e-mail-adresse zu finden war.

Dann kam SocialNetwork. Ich habe mich lange gewehrt. Vor ungefähr 5,5 Jahren habe ich mich dann bei Facebook angemeldet und tauchte in eine neue Welt ein. Ich fand alte Bekannte aus der Schulzeit und bekam neue Freunde. Eine Menge Freunde. Viel zu viele Freunde. Da hieß es nach 3 Jahren mal die Stopp-Taste zu drücken und sich die Freunde genau auszusuchen. Freunde? Auf Facebook? Ja 1 Freundin hatte ich tatsächlich dort gewonnen und wir haben uns schon des Öfteren gegenseitigen Besuch abgestattet.

Aber was mich dann auf FB extrem störte waren die vielen geteilten Sachen, die mich gar nicht interessierten. Selbst wenn ich dies FB bekannt gab, dass ich von diesen User nichts mehr sehen will, dann galt das nur für 40 Tage und ich bekam erneut scheußliche Post. Ich bin sensibel und kann manche Bilder nicht sehen, deswegen sehe ich schon seit locker 15 Jahren keine Nachrichten mehr bzw. lese Zeitung.

Kommentare wurden von vielen oft nicht richtig gelesen und somit kam es auch schon mal zu Auseinandersetzungen, die ich so blöd fand und eine normale weiter Diskussion nicht mehr möglich war.

Und was mir an mir ganz gravierend aufgefallen ist, ich habe mich immer mehr zurückgezogen.

Ich saß viel am Computer und entdeckte dann auch noch wie man bloggt und dann war ich nur noch in meinem Büro. Das konnte doch nicht das Leben sein?

War es auch nicht. Für mich war es das Gegenteil. Ich bin gestorben. Ich habe mich zwar gefreut mein Wissen weiterzugeben und noch mehr, wenn es meinen Lesern gefiel und ich ihnen helfen konnte, doch ich bemerkte den langsamen, persönlichen Verfall nicht.

Ich hatte plötzlich auf vieles nicht mehr Bock. Als Erklärung redete ich mich auf das Alter aus. Das war die einfachste Variante. Immer ist das Alter schuld. Denn so hat man es auch von den Eltern vorgelebt bekommen. Aber ich will das nicht. Ich will nicht ALT sein. Falten sind OK. Aber das Gefühl soll jung bleiben. Ich revolutionierte. Ich mache nur noch auf das was ich Bock habe. Ich wollte mich wieder bewegen (wie ich es als Kind getan hatte) und hatte mich in ein Gym angemeldet, sobald ich meinen Blog auf Eis gelegt hatte.

Ein neues Leben begann. Ich habe Freunde gewonnen. Reale Freunde. Die treffe ich nun jede Woche und wir machen gemeinsam Kraftsport (meist mit dem Mund) ;-) Es ist herrlich diese Zeit dort. Aber kaum bin ich zu Hause, trieb ich mich schon wieder auf FB & Co um und stahl mir damit wertvolle Zeit, in der ich meditieren hätte können und somit mich selber noch besser kennen lernen hätte können.

Also musste ich auch hier einen Entschluss fassen und habe meinen Account bei Facebook nach 5,5 Jahren gelöscht.

Ratzeputz. OK. Ganz weg bin ich noch nicht von der Social-Media-Welt, denn man findet mich auch auf Instagram. Aber dort fühle ich mich wohler. Wenn man es aufmacht, dann wird man nicht gleich mit so viel Informationen überschüttet. Man sieht ein Bild nach dem anderen und zwar nur die, die man will. Für die man sich anfangs entschieden hat zu folgen und keiner kann eine Scheußlichkeit eines anderen weiterteilen, wenn dann muss schon er so einen Blödsinn fotografieren und posten.

Was mir dort besonders gefällt sind die Stories, die für 24 Stunden online sind. Ich habe da ordentlichst mitgemacht, bis mir aufgefallen ist, dass ich die meisten Erlebnisse nur noch auf meinem Bildschirm sehe und nicht mehr live. Nur weil ich jeden zeigen möchte, was ich gerade erlebe. Aber warum will man das den zeigen? Nur damit man zeigt, was man nicht alles erlebt? Und was macht man die übrige Zeit? Von blöden rumsitzen und aufs Smartphone schauen postet niemand etwas. Nein, das kann es nicht sein.

Also habe ich meine Stories stark beschränkt. Früher waren es 3-4 Sequenzen täglich jetzt 1-2 in der Woche, wenn überhaupt. Es gibt auch ganze freie Wochen. Aber wer weiß, vielleicht verlasse ich auch irgendwann mal Instagram. Die Zeiten ändern sich. Vielleicht verständigt man sich bald nur noch telepathisch und Internet ist old school. Ich übe schon mal.

So für das, dass ich nur mitteilen wollte, dass man mich nun nicht mehr auf Facebook verfolgen kann wurde der Text wieder etwas länger.
Tja. Wenn ich mal im Plaudern bin, dann ordentlich.
Vielleicht gibt es wieder mal was von mir. Kann aber auch wieder ein Jahr dauern.
In der Zwischenzeit bin ich dabei mir ein paar Wünsche zu manifestieren.

Eure Edith


P.S: Am meisten beim Bloggen stört mich das Formatieren von Texten. Das nimmt viel zu viel Zeit in Anspruch. Unnötig. Es kann sein, dass mal etwas klein oder groß geschrieben ist oder viele Leerzeilen zu sehen sind. Hauptsache ihr könnte es lesen. Wenn es euch gefallen hat, dann hinterlässt mir einen Kommentar. Würde mich freuen.

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